Aktuelles

Methoden zum Wissenschaftlichen Tauchen - VDST - Praxisworkshop Drucken Senden

Ressort Scientific Diving
in Zusammenarbeit mit der AG „Störmthaler See“ im Landestauchsportverband Sachsen e.V.

Kursbeschreibung
Wissenschaftliches Tauchen umfasst die sichere und gekonnte Anwendung von Forschungsmethoden unter Wasser in unterschiedlichsten wissenschaftlichen Bereichen wie Geologie, Hydrogeologie, Geoökologie und Biologie sowie Archäologie. Dabei steht die wissenschaftliche Arbeit im Vordergrund. Die Kursteilnehmer werden je nach ihren individuellen Voraussetzungen für das Schwerpunktwochenende zum Monitoring des Tagebaurestlochsees Störmthal 2017 gemäß dem als Anlage beigefügten Probennahmeplan eingesetzt.

Kursziele
In diesem Kurs möchten wir die methodische Vielfalt für einen forschenden Taucher zur Untersuchung von chemischen, physikalischen, biologischen und geologischen Eigenschaften im Unterwasserbereich praktizieren und vorstellen. Dabei haben die Teilnehmer die Möglichkeit Geräte selbst auszuprobieren und anschließend zu bewerten.  Es werden vergleichende Untersuchungen zu den Ergebnissen des Jahrs 2016 durchgeführt.

Termin
• 31. August – 03. September 2017

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Geschrieben von Steffen Schibille am Donnerstag, 30. März 2017

Scientific Diving goes Madeira Drucken Senden

Die diesjährige Konferenz zum wissenschaftlichen Tauchen führte wissenschaftliche Taucher  aus aller Welt auf die portugiesische Insel Madeira. Sie verbindet sowohl den Workshop „Research in Shallow Marine and Fresh Water Systems“ sowie das internationale Symposium on Scientific Diving. Die Veranstaltung soll all jenen eine Plattform bieten, die Methoden des wissenschaftlichen Tauchens als unumgängliches Werkzeug für ihre alltägliche Forschung nutzen – egal ob Jungwissenschaftler oder fest etablierte Größe der Forscherszene.

In diesem Sinne bot sich ein guter Anlass, unsere Blicke auch einmal über die eigene Uferlinie hinaus schweifen zu lassen und sich über laufende Projekte in der ganzen Welt zu informieren. Die Vorträge reichten von UW-Archäologie über naturwissenschaftliche Forschungsthemen in Bereichen der Biologie, Ökologie, Geologie bis hin zu computergestützten Vorhersagemodellen zu Fischbewegungen. Neben der Präsentation praxisnaher Projekte wurden auch Einblicke in die Ausbildungsstrukturen in Portugal sowie den strukturpolitischen Aufbau der US-amerikanischen Forschungsgemeinschaft (American Academy of Underwater Sciences) gegeben.

Wer beim „wissenschaftlichen Tauchen“ zu allererst an bunte Korallenriffe und versteckte Schätze in der Karibik denkt, wird bei der bildreichen Dokumentation der finnischen Projekte unweigerlich eine Gänsehaut bekommen. Besonders beeindruckend ist die Arbeit der finnischen Nachbarn mit Ihren Untersuchungen an Schiffswracks im finnischen Archipel. Dabei ist der Einstieg durch Eisloch obligat und der Trockentauchanzug Standardequipment.

Einen größeren Kontrast zu diesen Eindrücken als die Präsentation der marinen Forschung in den Korallenriffen der Malediven ist kaum vorstellbar. Der Hintergrund ist allerdings ein ernstzunehmender. Mit steigenden Temperaturen und dem damit verbundenen CO2-Stress nimmt das Absterben der Korallen in Form der bekannten Korallenbleiche stetig zu. Besteht die Möglichkeit die variable Stressresistenz verschiedener Korallenstämme zu nutzen und somit dem Absterben möglicherweise Herr zu werden? Im Verlauf der zweitägigen Konferenz werden viele bekannte Fragen aufgeworfen und Neue formuliert. Diskussionsstoff ist reichlich vorhanden, sodass auch über die Abschluss-Session hinaus bis spät in die Nacht über unterschiedlichste Belange des wissenschaftlichen Tauchens debattiert wurde.

Und selbstverständlich kommen auch unsere deutschen Gefilde nicht zu kurz. Die aktuellen Ergebnisse zum laufenden Monitoring des Störmthaler Sees werden von Christin Müller in einer interessanten und bildreichen Präsentation vorgestellt. Die Entwicklung vom sozusagen „neugeborenen See“ hin zu einem gut ausgebildeten Habitat mit verfolgen zu können, stellt eine Besonderheit dar, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Als Binnengewässer bildet unser Untersuchungsgebiet eine Ausnahme zwischen all den exotischen marinen Tauchspots von subarktisch bis tropisch. Das Engagement der deutschen Wissenschaftstaucher findet bei den Kollegen aus aller Welt reichlich Lob, sodass wir nicht umhin können, uns insgeheim auch selbst ein ganz klein wenig auf die Schulter zu klopfen. Auch in diesem Jahr wird es weitere Monitoring-Kampagnen geben, auf deren Ergebnisse wir bereits sehr gespannt sind.

zu den Bildern

Geschrieben von Katja Winkler am Mittwoch, 29. März 2017

Monitoring 2016 Drucken Senden

die AG Störmthalersee hat auch in diesem Jahr wieder erfolgreich das Monitoring im Störmthalersee durchgeführt.
Dazu wurden im Frühjahr 2016 die entsprechende Leinen (Transekt) an den Monitoringstellen verlegt.
Mit großem Aufwand sind diese am 03. und 04.09.2016 betaucht wurden. Die dabei genommenen Proben haben wir direkt im Anschluss ausgewertet.
Da wir in diesem Jahr mit unserer Bestellung von Übernachtungsplätzen im TaNa zu spät waren musste alles in  den ehemaligen Dispatcherturm am Störnthalersee verlagert werden.
Dieser wurde uns freundlicher Weise vom Krystallpalast zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.

Für das kommende Jahr sind vom 31.08.2017 – 03.09.2017 wieder Monitoring-Tage geplant.

Geschrieben von Steffen Schibille am Freitag, 09. September 2016

Projekt Störmthaler See Drucken Senden

Im Jahr 2012 hat der Landestauchsportverband eine Projektgruppe "Störmthaler See" ins Leben gerufen.

Seit beginn der Arbeit arbeiten der TAZA-Tauchclub e.V. Naunhof, der  Tauchclub Borna e.V. und der TC Marlin e.V. in dieser Gruppe mit. Inzwischen unterstützen uns weitere Taucher aus sächsischen Vereinen und der VDST.
Das Leipziger Neuseenland bietet schon jetzt vielen Wassersportlern Möglichkeiten zu sportlichen Aktivitäten und es wird viele weitere Möglichkeiten geben. Wir setzen uns dafür ein, dass auch das umweltgerechte Tauchen in den Seen möglich wird. Gleichzeitig bietet vor allem der Störmthaler See die einmalige Chance, aktiv für den Schutz der Gewässer tätig zu werden und ein umweltverträgliches Ausüben des Wassersports im allgemeinen und des Tauchens im besonderen zu gestalten.

So wurden 2012 bereits die ersten Erkundungstauchgänge absolviert um geeignete Einstiegsstellen zu finden.
Daraus entstand eine Nutzungskonzeption für das Ausüben des Tauchsports im Störmthaler See mit Empfehlungen für 5 Einstiegsstellen. Dieses kann zukünftig als Vorlage für die Genehmigung des Tauchens in weiteren Seen genommen werden.

Da im Allgemeingebrauch für sächsische Seen das Tauchen nicht erlaubt ist, haben wir 2013 bei der Gemeinde Großpösna und der entsprechenden Wasserbehörde einen Vorschlag für eine Allgemeinverfügung Tauchsport eingebracht. Vielen Dank an Dr. Klaus Bauerfeind, der einen sehr großen Anteil an der Ausarbeitung hat.

Geschrieben von Steffen Schibille am Mittwoch, 22. Juli 2015