Am Freitag, dem 16. Mai 2025, wurde es im sächsischen Wurzen für elf angehende TL1 und vier zukünftige TL2 aus verschiedenen Tauchvereinen der Landesverbände von Sachsen-Anhalt, Thüringen, Berlin und Sachsen ernst: An diesem Wochenende standen die TL-Theorieprüfungen an. Nun sollte sich zeigen, ob das umfangreiche Schulungsprogramm am sieben Wochen zurückliegenden Vorbereitungs-Wochenende und die selbständige Beschäftigung mit der Materie in den Wochen dazwischen das benötigte Rüstzeug vermitteln konnten.
Der Freitagabend begann, nach dem Eintreffen der meisten Delinquenten und kurzer Begrüßung durch den LAL Sachsen Falko Höltzer als Organisator der Prüfung, mit einem Spaziergang zum Bahnhof, wo Dr. Diana Nießing und Dr. Till Fuxius aus dem VDST-Stab in Empfang genommen wurden. Auf dem Rückweg wurde von TL1-Anwärter Thomas noch eine spontane Führung durch das Stadtzentrum seiner früheren Heimat geboten, bevor das gemeinsame Abendbrot anstand. Im Anschluss beantworteten die Prüfer noch offen gebliebene Fragen.
Die Anspannung unter den Prüflingen und die unausgesprochene Frage, ob das (mehr oder weniger intensive) Selbststudium und die aufwändige Vorbereitung der zwei geforderten Referate von Erfolg gekrönt sein würden, waren greifbar. Die Prüfer bemühten sich jedoch nach Kräften, die Besorgnis zu zerstreuen und Zuversicht zu vermitteln. Schließlich klang der Freitag aus und in den Zimmern wurde noch die eine oder andere Präsentation ein letztes mal studiert, bevor das Licht verlosch.
Der Sonnabend begann 7:30 Uhr mit einem stärkenden Frühstück, bevor es eine Stunde später ernst wurde. Das Prüferteam stellte sich den Teilnehmern noch mal vor. Anschließend wurden Referate gehalten, bei nachgestellten Tauchunfallszenarien in Zweierteams versucht, die Medizinprüfer von den eigenen Fähigkeiten als Ersthelfer zu überzeugen, Langfragen und Kurzfragen wurden beantwortet. Falko und Franzi hatten mit einem ausgeklügelten Raumbelegungs- und Zeitplan dafür gesorgt, dass die TL1- und TL2-Anwärter Schlag auf Schlag gefordert wurden und jeder wusste, wann er wo abliefern muss.
Von den TL2-Anwärtern fiel die Anspannung bereits mit Erreichen der Mittagspause weitgehend ab, aufgrund der geringeren Zahl an Kandidaten waren da alle Stationen bereits absolviert. Die kommenden TL1 und die Prüfer hatten danach noch etliche verbleibende Referate sowie Durchgänge in der Medizinprüfung anstehen, unterbrochen von einer verdienten Kaffeepause. Um 17:30 Uhr waren schließlich auch diese geschafft und die Prüfer zogen sich zur Korrektur der letzten schriftlichen Prüfungen zurück. Währenddessen bei den Delinquenten gespanntes Warten und gelegentliche Spekulation über das Ergebnis. Um 18:45 die Erlösung: Die Resultate wurden endlich verkündet. Trotz der einen oder anderen Wissenslücke hatte der weitaus größte Teil der Prüflinge bestanden. In einigen wenigen Fällen ist aber auch noch mal Nacharbeit erforderlich…
Der Abschluss des Prüfungstages wurde sofort mit einem zünftigen Abendessen beim Italiener besiegelt, um die verbrauchte Energie wieder zuzuführen. Anschließend genoss der eine Teil des Teilnehmerfeldes noch ein geistiges „Deko-Bier“ oder anderes angenehmes Getränk, während andere sich bereits auf den Heimweg machten.
Insbesondere die weiter angereisten verbrachten noch eine weitere (und deutlich entspanntere) Nacht in unserem Ausweichquartier in Wurzen, das aufgrund einer Doppelbelegung des eigentlich vorgesehenen TANA in Ammelshain kurzfristig notwendig geworden war, bevor am Sonntagmorgen nach dem Frühstück dann auch die Prüfer und die verbliebenen Prüflinge den Heimweg antraten.
Wir bedanken uns bei den Prüfern für ihre Unterstützung, Geduld und die investierte Zeit, um uns auf unserem Weg zu den (nächsten) Tauchlehrer-Weihen zu begleiten, ebenso wie bei der Mannschaft des Netzwerk für Demokratische Kultur e.V., die im Hintergrund unauffällig für unser leibliches Wohl gesorgt hat.
Bis bald beim nächsten Meilenstein, den Praxisprüfungen!
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