Am 6. und 7. Juni fanden in Berlin-Marzahn die 66. Deutschen Meisterschaften, 47. Deutschen Juniorenmeisterschaften sowie die 14. Deutschen Mastersmeisterschaften im Finswimming statt. Mit insgesamt 42 Athletinnen und Athleten aus den sächsischen Vereinen SC DHfK Leipzig, 1. Chemnitzer Tauchverein, SC Riesa, Tauchsport Döbeln, SG Dresden und Tauchclub NEMO Plauen stellte Sachsen eines der größten und erfolgreichsten Teams der nationalen Titelkämpfe.
Während für die beiden Nachwuchsasse Hannah Troppschuh und Lotte Troppschuh bereits die Vorbereitung auf den Saisonhöhepunkt, die Jugend-Europameisterschaften auf Chios (Griechenland), im Mittelpunkt stand, kämpften die übrigen sächsischen Athletinnen und Athleten um deutsche Meistertitel, persönliche Bestzeiten sowie um die begehrten Qualifikationsnormen für die Weltmeisterschaften vom 24.-28. Juni in Südkorea.
Die sächsische Vereine präsentierten sich wieder in hervorragender Verfassung. In nahezu allen Alters- und Leistungsklassen konnten zahlreiche Medaillen gewonnen werden. Sowohl in der offenen Klasse als auch bei den Masters gehörten die Athletinnen und Athleten aus Sachsen zu den prägenden Gesichtern der Meisterschaften.
Besonders beeindruckend präsentierte sich die noch sehr junge Letizia Kraus ursprünglich aus Pößneck stammend, trainiert sie nun bei David Münch am Stützpunkt in Leipzig und besucht parallel das Sportgymnasium. Die Nachwuchsschwimmerin stand gleich mehrfach auf dem Siegerpodest und schwamm sich darüber hinaus auch in der offenen Wertung unter die besten Drei Deutschlands. Damit unterstrich sie eindrucksvoll ihr großes Potenzial für die kommenden Jahre.
Ebenfalls in bestechender Form zeigte sich Nadja Barthel. Die Leipzigerin bestätigte ihre starke Saisonleistung und dominierte insbesondere die Surface-Sprintdisziplinen. Mit mehreren Spitzenzeiten untermauerte sie ihre Ambitionen auf internationalem Niveau.
Für ein weiteres Ausrufezeichen sorgte Ben Joseph Schoodt. Der Leipziger Nachwuchsathlet zeigte insbesondere über die 50 Meter FS seine Klasse und platzierte sich sogar vor World-Games-Sieger Marek Leipold aus Erfurt. Ein Ergebnis, das die positive Entwicklung des jungen Sachsen eindrucksvoll unterstreicht.
Auch die sächsischen Masters-Athletinnen und -Athleten überzeugten mit starken Leistungen. Zu den Medaillengewinnern gehörten unter anderem Franziska Marx (SC DHfK Leipzig Masters), Michaela Schäfer und Marion Struve-Kuhn (beide Tauchclub NEMO Plauen), Daniel Winkler (Tauchsport Döbeln) sowie Ulrike Meier-Mahlo (SC DHfK Leipzig Masters). Sie trugen maßgeblich zur erfolgreichen Gesamtbilanz des Freistaates bei.
Die Betreuung des sächsischen Teams lag in den Händen von Landestrainer David Münch, VDST-Disziplintrainer Lutz Riemann und Grit Hausdorf, welche gleichzeitig neben Heimatverein SC Riesa, die Athleten des 1. Chemnitzer Tauchverein übernahm, da Markus Hinkelmann ebenso in der Unmittelbaren Wettkampfvorbereitung mit Apnoe Nationalmannschaft stand. Die Trainer zeigten sich zufrieden mit den Leistungen ihrer Athletinnen und Athleten. Die erfahrenen Dresdner Frauen (Michèle, Franca und Lilly) wurden in den Staffeln stark, durch die Dresdner Jugend unterstützt, so Landestrainer David Münch.
Die starke Gesamtleistung spiegelte sich schließlich auch in der Nominierung für die diesjährigen Weltmeisterschaften in Südkorea wider. Insgesamt wurden 14 deutsche Athletinnen und Athleten für das internationale Saisonhighlight nominiert. Besonders erfreulich aus sächsischer Sicht: Gleich acht Sportlerinnen und Sportler stammen aus Sachsen. Alle acht trainieren am Stützpunkt in Leipzig und unterstreichen damit einmal mehr die herausragende Bedeutung des Leipziger Leistungszentrums für den deutschen Flossenschwimmsport.
Mit zahlreichen Medaillen, starken Bestleistungen und einer außergewöhnlich hohen Zahl an WM-Nominierungen ziehen die sächsischen Finswimmerinnen und Finswimmer eine äußerst positive Bilanz der Deutschen Meisterschaften 2026 und blicken optimistisch auf die kommenden internationalen Herausforderungen.
Wir gratulieren allen Athleten und Athletinnen sowie deren Trainer und Betreuer herzlich zu den erfolgreichen Wettkämpfen.
Nominierte Athleten und Athletinnen für die WM in Incheon/Korea.
Michèle Rütze (SG Dresden)
Nadja Barthel (SC DHfK Leipzig)
Lilly Placzek (SG Dresden)
Emily Hempler (SC DHfK Leipzig)
Hannah Troppschuh (SC DHfK Leipzig)
Franca Richter (SG Dresden)
Niklas Loßner (SC DHfK Leipzig)
Duncan Gaida (SC DHfK Leipzig)


